Bittschrift an den Microsoft-Konzern:

Bitte respektieren Sie
unsere Eigentumsrechte an unseren Daten

 

 

Microsoft erlaubt uns, Familienfotos auf dem PC zu speichern, Tagebücher zu schreiben, geheime Forschungsberichte und vieles mehr. Alles wird mit Microsoft-Programmen erstellt und in einem Datenformat abgespeichert, das der Firma Microsoft gehört und für das sie uns eingeschränkte Benutzungsrechte eingeräumt hat.

Dadurch entsteht eine bedenkenswerte Situation: Die Dateninhalte (Familienfotos, Tagebücher, Forschungsberichte) gehören uns, doch die Verpackung, in die wir sie stecken, gehört der Firma Microsoft.

Diese speziellen Microsoft-Verpackungen können wir nur mit Erlaubnis des Microsoft-Konzerns wieder öffnen. Das ist heute überhaupt kein Problem, weil wir die üblichen Microsoft-Programme nutzen, um an unsere Daten zu kommen. Doch was ist, wenn es irgendwann einmal vielleicht eine Alternative zu diesen Microsoft-Programmen geben sollte und wir die in Jahrzehnten in Microsoft-Verpackungen archivierten Datenmengen übertragen wollen auf ein neues System? Wer es einmal versucht hat, Word-Dateien mit Hilfe eines der wenigen noch existierenden Alternativ-Textverarbeitungsprogramme zu lesen, weiß, wie schlecht eine solche Übertragung möglich ist.

Aus diesem Grund meine Bitte an Microsoft, entweder standardmäßig alle Daten in öffentlich zugänglichen Formaten zu speichern oder zumindest die Microsoft-eigenen Datenformate offen zu legen und es der Allgemeinheit juristisch zu erlauben, diese Datenformate ohne jegliche einschränkende Bedingung lesen zu dürfen und die Dateninhalte in andere Formate zu übertragen.

 

 

Siehe auch www.monopolpflichten.org
(Aus einer Monopolsituation entstehen Pflichten der Allgemeinheit gegenüber)